Bärbel Schäfer und die Begegnung mit der Einsamkeit

Shownotes

Bärbel Schäfer und ich, wir kennen uns schon seit vielen Jahren. Bereits 1995 interviewte ich sie für den Stern, als ihre tägliche Talkshow bei RTL auf Sendung ging. Heute sprechen wir über ein Thema, das uns alle betrifft, das wir alle kennen und worüber wir doch am liebsten schweigen: Einsamkeit. In ihrem neuen Buch Avas Geheimnis schreibt Bärbel: »Sich zum unfreiwilligen Alleinsein zu bekennen, traut sich kaum jemand. Wir schweigen darüber. Es erfordert Mut, den nur die Allerwenigsten von uns im Gepäck haben. Und so verstärkt sich dieser Effekt immer wieder. Jeder glaubt, der Einzige zu sein, dem es so geht. Wann brechen wir endlich das Tabu?« Und heute brechen wir dieses Tabu und geben unsere eigene Einsamkeit zu. Ich hoffe, ihr fühlt euch aufgehoben und unter Freundinnen bei dem intensiven Gespräch über ein Gefühl, dessen wir uns nicht zu schämen brauchen.

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(Hör-)Bücher von Ildikó von Kürthy:

  • Morgen kann kommen (Buch und Hörbuch, erscheint am 12.04.2022)
  • Es wird Zeit (Buch und Hörbuch)
  • Es wird Zeit – Das Tagebuch zum Klagen, Lachen, Klügerwerden (Buch)
  • Hier gibt es weitere Bücher und Hörbücher von Ildikó von Kürthy.

Frauenstimmen ist eine Produktion von argon.lab.

Kommentare (2)

Friedel

Vielen Dank für den guten Vortrag! Ihr habt mir aus der Seele gesprochen! Hilfreich und tröstlich! Ich war immer viel allein und fand es meistens gut so. Klar dachte ich manchmal, jetzt fühlst du dich allein, aber OK, das ist halt der Preis für Freiheit und Unabhängigkeit und die waren mir immer wichtiger. Inzwischen habe ich erkannt, dass es aber auch ein fast arroganter Egotrip war/ist! "Entweder es läuft so wie ich will oder ich mach's ohne dich!" Im letzten Jahr habe ich praktisch zugesehen, wie es sich mehr und mehr etablierte und gespürt, dass ich mich wohl jetzt langsam entscheiden müsste, wie der Rest des Lebens aussehen soll. Als hätte ich bis dato mehr Optionen gehabt. All das ist mir kürzlich voll auf die Füße gefallen, als ich sehr interessiert an einer Person war und gleichzeitig aber die große Angst vor mehr Nähe vernahm. Bums, was für eine Sackgasse! Du sehnst dich nach etwas, was nicht geht. Hm?! Das hat in mir so eine große Angst ausgelöst, dass ich die Telefonseelsorge (!!!) angerufen habe, Notfalltropfen gekauft und bei der Ärztin nach Psychopharmaka gefragt habe. Stichwort von B.S.: Scham, Schuld... Es ist bei homöopathischen Mitteln geblieben!!! Ja, da kommt noch was auf mich zu... Schön, dass ihr daseit! Liebe Grüße Friedel , 55

Yasmin

Dass diese innere Einsamkeit auch von anderen Menschen, die mitten im Leben stehen, so wahrgenommen und mutig treffend beschrieben wird, das hat wirklich sehr gut getan! Man schämt sich ja schon gegenüber sich selbst solche Gedanken zuzulassen, wenn man von außen her gesehen doch eigentlich mit Menschen verbunden ist. Da muss man ja Schuld sein, wenn man das nicht hinbekommt... Es macht mir wieder bewusst, dass ich nette Kolleginnen und gute Bekannte habe. Aber ein, zwei richtig intime Freundinnen, denen man nicht vorher erst eine Nachricht schickt, ob sie Zeit zum Telefonieren haben, sondern spontan ein und ausgeht, sowohl durch die Haustür als auch im Herzen? Oder eine feste Clique, die für Unternehmungen "immer da" ist? Schwierig, wenn man das nicht aus der Jugend mitbringt. Und wenn man dann (selbst verheiratet) auf das andere Geschlecht trifft und dort eine gute herzliche Verbindung findet, dann wird es noch schwieriger.

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